Der Beginn im Jahre 1968

Die Entstehung der Theaterspielgruppe ist auf ein ganz besonderes Ereignis zurückzuführen.
Unter der Leitung von Ignaz Frauendorfer wurde bis in die späten 50er Jahre Theater gespielt.
Bei der Jahreshauptversammlung der Turn- und Sportunion 1967, machte Karl Lindner den Vorschlag, dass im Rahmen des Sportvereins Theater einstudiert und aufgeführt werden sollten. Nach einigen Besprechungen wurde dieser Vorschlag Wirklichkeit.
Felix Haslinger, der schon bei einigen Theaterproduktionen der älteren Generation mitgewirkt hatte, wurde gebeten die Spielleitung zu übernehmen.

Das Volksstück "der Gottesfrevler" mit insgesamt 1088 Besuchern in 5 Aufführungen wurde an den Osterfeiertagen 1968 im Pfarrsaal Unterweißenbach aufgeführt.

Schon im Herbst 1968 wurde das Luststück "der Hausfreund" eingeprobt und im November aufgeführt.

Im März 1969 "der Satan vom Brandnerhof", und im März 1970 "der scheinheilige Florian". - Die Spielgruppe entschloss sich, einen eigenen Verein zu gründen, und Ernst Haslinger suchte um die Mitgliedschaft im Oberösterreichischen Volksbildungswerk an.

Im Jahre 71 stand das Volksstück "der Jager Franzl" im April und "die Junggesellensteuer" im November am Programm.

1972 "die Sunnleitner Buam" und 1973 "s´Herz in der Lederhos´n".

1974 war bereits einiges Geld in die Vereinskassa geflossen, so dass sich der Vorstand entschied einen zwei Tagesauflug ins Salzbergwerk Hallstatt, eine Wanderung in die Wöschachbachklamm, zum Erzberg, und Lunz am See zu planen.
Im Advent wurde das Volksstück "die Heiratswette" aufgeführt.

Einer der größten Höhepunkte war die Aufführung des "Lumpazi Vagabundus" 1975 zur Feier 600 Jahre Markterhebung Unterweißenbach.
Auch die Besucherzahl kann sich sehen lassen: 1763 Besucher bei sieben Aufführungen.

1976 wurden Vereinssatzungen ausgearbeitet die am 3. April ihre Gültigkeit erlangten.
Im Advent wurde das Volksstück Mutter Regina aufgeführt.

1977 wurde das Luststück "der Hunderter im Westentaschl" und 1978 das Volksstück "der G´wissenswurm" zum Besten gegeben.
Erstmals standen auch organisierte Theaterbesuche in der näheren Umgebung am Programm.

1979 war ein arbeitsreiches Jahr: Zum 20jährigen Vereinsjubiläum der Turn- und Sportunion wurde der Einakter "die Sportvereinsgründung", zum Bunten Abend der Rot-Kreuz Stelle die Einakter "der bissige Schnauzl" und "die Wunderkur" eingeprobt und aufgeführt. Beide wurden zum Tag der Alten wiederholt.
Dann ging man daran, das Theaterstück "der hilfreiche Antonius" für den Advent einzustudieren.

Die Produktion "Die falsche Katz" wurde 1980 aufgeführt.
Aus nicht näher definierten Gründen wurde 1981 kein Theater in Unterweißenbach gespielt.

1982 war "Thomas auf der Himmelsleiter" und 1983 "s´Materl am Jagasteig" auf dem Programm.

1984 probte man für das Stück "Liebe und Blechschaden" von Hans Gnant. Dieser besuchte am 28. Oktober eine Nachmittagvorstellung und gratulierte nach der Vorstellung zu dieser ausgezeichneten Aufführung.
Dieses Stück wurde auch 1985 beim ersten oberösterreichischen Spielgruppentreffen in Schwertberg (OÖ) aufgeführt. Mit dem Luststück "Der weibscheue Hof" beendeten wir das Vereinsjahr.

1986 plante der Fremdenverkehrsverband für den Herbst einen Brauchtums- und Unterhaltungsabend.
Felix Haslinger inszenierte aus diesem Anlass eine "Bauernhochzeit" wie sie vor 50 Jahren Brauch war.

"Liaba liagn als fliagn" war im November 1987 am Programm, dieses Mal unter der Regie von Alois Haslinger, da Felix Haslinger sein Amt als Spielleiter zur Verfügung stellte.
Erst nach dem bekannt wurde, dass sich die Volkshochschule der Arbeiterkammer für die Theatergruppe interessierte, wurde am 24. April 1988 in einer Vollversammlung Felix Haslinger wieder zum Obmann und Spielleiter gewählt.
Bereits im Oktober wurde das Luststück "Die drei Dorfheiligen" im Pfarrsaal aufgeführt.

1989 und 1990 gab es keine Theaterproduktion, da unser Pfarrsaal renoviert wurde.

Weiter ging es erst wieder im April 1991 mit dem "Sündigen Dorf".

1992 wagten wir zum ersten Mal an ein Problemstück - "Null Problem" von Ulla Kling.

1993 war unser großes Jahr. Zuerst probten wir für "Die drei Eisbären", das am 13. März Premiere hatte.
Dann begannen die Vorbereitungen für unser 25jähriges Bestandsjubiläum:
Ausschnitte aus "Lumpazi Vagabundus", "Die falsche Katz" und "s´Materl am Jagasteig" wurden am 19. Juni aufgeführt.
Unterstützt wurden wir von einer Bläsergruppe der Musikkapelle und Ballettschülern der Musikschule Unterweißenbach.

Für die Spielsaison im Herbst 1994 stand das Luststück "Die Rosskur" am Programm.

Von 1995 bis 1996 wurde unsere Pfarrkirche renoviert, weshalb alle heiligen Messen im Pfarrsaal abgehalten wurden.
So verlagerte sich die Aufführung des Luststückes "Der Witwentröster" in den November 1997.

Im November 1998 folgte "Herz am Spieß" und 1999 das zeitnahe Volkstück "Der Fremde".

Das Vereinsjahr 2000 war ein sehr ruhiges Jahr, da keine Produktion am Programm stand.
Ein Erlebnis war allerdings die Aufführung der Oper "Don Giovanni" im Schlosspark Krumau (Tschechien) auf der sich drehenden Zuschauerbühne.

Schon des öfteren hatte Felix Haslinger anklingen lassen, dass er nicht mehr Regie führen möchte, und so übergab er dieses Amt 2001 Andreas Einfalt, der sein Debüt mit der Posse "Pension Schöller" gab.

2002 ließen wir ruhig, abgesehen von ein paar Theaterbesuchen in Nachbargemeinden, vergehen.
Mit vollem Elan starteten wir im Herbst 2003 die Probenarbeiten zum Luststück "Der Feuerwehr Hugo", das am 17. November 2003 Premiere feierte.

2004 Legte Felix Haslinger bei der Jahreshauptversammlung sein Amt als Obmann der Theaterspielgruppe Unterweißenbach zurück.
Der Vorstand wurde folgendermaßen gewählt:

Obmann - Robert Haslinger
Obmann Stellvertreter - Marianne Moser
Regie - Andras Einfalt
Kassier - Ernst Haslinger
Schriftführer - Heimo Hinterreither

Im Sommer 2004 besuchten wir im Rahmen unseres Theaterausfluges auf die Hohe Wand die Komödienfestspiele in Maria Enzersdorf mit Eflriede Ott und Fritz Muliar und im Herbst 2004 brachten wir die Boulevard Komödie "...und der Tag kann kommen" auf die Bühne.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Theaterspielgruppe wurde Pausenmusik "aus der Dose" gespielt.
Haindling, Max Raabe u.ä. kamen bei beim Publikum sehr gut an.
Seit diesem Zeitpunkt waren wir auch unter theater-uw@gmx.at erreichen. (Kein Kartenvorverkauf) Diese Adresse wurde aber 2011 gelöscht.

2005 genehmigten wir uns ein Jahr Pause. Zwar besuchten wir im Sommer eine Jedermann Aufführung auf der Festung Hohensalzburg aber ansonsten tat sich nicht besonders viel.

2006 begannen die Proben für "oh du fröhliche" (k)eine Weihnachtsgeschichte von Andreas Holzmann im September. Am 18. November feierten wir im Pfarrsaal Unterweißenbach Premiere und wir beendeten das Theaterjahr nach sieben Aufführungen mit der letzten Vorstellung am 8. Dezember 2006.

2007 begann mit unserem Abschlussessen. Theaterbesuche in Königswiesen, Gutau, Schönau und Kaltenberg standen auf dem Programm.
Wir beschlossen einen zwei Tage Ausflug nach Spittal an der Drau zu den Komödienspielen auf Schloss Porcia zu unternehmen.
Am 27. und 28. Juli war es soweit. Nach einem Abstecher zur Kölnbreinsperre -Österreichs höchste doppeltgekrümmte Staumauer- (Maltastausee) besuchten wir am Abend die Vorstellung "Othello darf nicht patzen" auf Porcia.
Am Sonntag gewannen wir noch Einblicke in das erlebnisreiche Leben von Heinrich Harrer im Heinrich-Harrer-Museum in Hüttenberg bevor wir die Heimreise antraten.
Noch während unseres Ausfluges, einigten wir uns auf ein neues Theaterlogo, weil wir unser altes Logo mit dem Gemeindewappen aus rechtlichen Gründen nicht mehr verwenden durften.

Im September begannen wieder die Proben zur Komödie "Camping, Kunst und Hollywood" nach einer Vorlage von Bernd Spehling mit gleich 4 neuen Spielern.
Mit der siebten und zugleich letzten Aufführung am 7. Dezember beendeten wir unser Theaterjahr.

Im Mai 2008 hielten wir einen Workshop zum Thema Bühnenpräsenz im Pfarrsaal Unterweißenbach ab.
Ende Juli machten wir einen Tagesausflug, ließen uns durch die Greinburg und durchs Stadttheater in Grein führen und besuchten am Abend eine Vorstellung vom Musical Aida von Elton John und Tim Rice in der Eishalle in Amstetten.
Anfang September begannen die Proben zur Komödie "Verrückte haben´s auch nicht leicht".
Zur Vollversammlung am 4. Oktober 2008 legte unser Kassier Ernst Haslinger nach 40jähriger Tätigkeit sein Amt nieder. Als Nachfolger wurde Stefan Diesenreiter gewählt.
Auch ein langjähriges Mitglied der Gruppe Fr. Anneliese Weiß teilte uns mit, dass sie aus privaten Gründen unsere Gruppe nach 39 Jahren verlässt.
Der neue Vortstand:

Obmann - Robert Haslinger
Obmann Stellvertreter - Marianne Moser
Regie - Andras Einfalt
Kassier - Stefan Diesenreiter
Schriftführer - Heimo Hinterreither

"Verrückte habens auch nicht leicht" eine Komödie von Bernd Spehling brachten wir nach ca. 20 Proben von 15. November bis 7. Dezember 2008 auf die Bühne.
Im Jänner 2009 - im Zuge unseres Abschlussessens bedankten wir uns bei Anneliese Weiß mit einer DVD Sammlung aller gespielten Theaterproduktionen seit 1980 für ihre langjährige Mitgliedschaft.
Auch zum Feiern hatten wir Gelegenheit: Unser Gründer und Ehrenobmann Felix Haslinger feierte seinen 70er und Franz Haslinger lud uns zum 60er ein.
Im Juli führte uns unser Theaterausflug in die Steiermark. Nach einer Grazer Stadtführung besuchten wir am Abend die letzte Aufführung von "der Doppelgänger" in der Sensenschmiede in Deutschfeistritz und am Sonntag wanderten wir durch die Lurgrotte in Peggau.
Aus gegebenem Anlass, überreichten wir beim Frühschoppen der FF Unterweißenbach der FF Unterweißenbach eine Spende von 1000,00 € für den Ankauf des neuen Kommandofahrzeuges.

Obwohl viele unserer Mitglieder in anderen Vereinen tätig sind, und die Termine im "Jubiläumsjahr 800 Jahre Unterweißenbach" sehr eng gedrängt waren, begannen im September die Proben zu "geschäftliche Gelegenheiten – Post aus Rom" orig. "No Sex please, we are British" ein Schwank in drei Akten von Anthony Marriott und Alistair Foot.
Premiere feierte dieses Stück am 21. November im Pfarrsaal Unterweißenbach.

2010 begannen wir im Jänner, dieses mal in der Burgtaverne Brandegg, mit unserem Abschlussessen.
Einige Theaterbesuche in den Nachbarsgemeinden, die Teilnahme beim Langlaufopening in Unterweißenbach waren unsere Highlights im Frühling.
Am 9. Mai 2010 verstarb unsere langjährige Theaterkollegin Hilda Aumayr.
Mit 20 Jahren – 1975 - holte sie unser damaliger Obmann Felix Haslinger in unser Team als "Das Glück" im Lumpazivagabundus. Von diesem Zeitpunkt an, stand sie bei insgesamt 19 Produktionen auf der Bühne.
Ob auf oder hinter der Bühne, mit Fr. Aumayr verloren wir eine Kollegin auf die wir immer zählen konnten.

Wien ist immer eine Reise wert! Unter diesem Motto gestalteten wir am 10. und 11. Juli unseren Theaterausflug.
Zuerst besuchten wir den Originaldrehplatz von "Der dritte Mann" (Orson Welles als Harry Leim, Titelmusik von Anton Karas) – das Kanalsystem von Wien, und nach dem Mittagessen ließen wir uns hinter die Kulissen der Staatsoper führen.
Mit einem Heurigenbesuch ließen wir den Tag gemütlich ausklingen.
Am Sonntag fuhren wir über die Hochstraße auf den Kahlenberg und vergnügten uns nachher noch einige Stunden im Wiener Prater.
Nach dem Mittagessen im Schweizerhaus machten wir uns am frühen Nachmittag wieder auf die Heimreise.

Unser Regieseur Andreas Einfalt, teilte uns mit, dass er aufgrund doppelten Familienzuwachs in den nächsten Jahren keine Regie führen kann und möchte. Nichts desto trotz, begann die Spielsaison am 30. Juli mit der Leseprobe zu "Der Steuerfahnder" unter der Leitung von Robert Haslinger im Hotel Fürst.
Der Steuerfahnder wurde von 13. November bis 4. Dezember 7x aufgeführt.
Mit dem Abschlussessen am 5. Jänner 2011 beendeten wir unser sehr erfolgreiche Saison.

2011 standen wie immer Theaterbesuche in Schönau und Gutau am Programm.
Unser Theaterausflug am 25. und 26. Juni führte uns in die Dachsteinregion.
Für 16. Juli wurden wir von unserer Kollegin Siliva zum Polterabend eingeladen. - Dieser Einladung folgten wir gerne, fuhren mit dem 15er Traktor -getarnt als Kindergartenausflug- (Silvia ist Kindergartenpädagogin) nach Windhing und spielten mit der Braut in spe Dinsda.
Natürlich feierten wir auch die Hochzeit am 23. Juli mit dem Brautpaar.

Seit 1968 wurden im Pfarrsaal Unterweißenbach bereits 35 Theaterstücke aufgeführt.


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